Große Gefühle im Josef-Winckler-Zentrum

Große Gefühle im Josef-Winckler-Zentrum

Die über 200 Besucherinnen und Besucher des Crossover-Konzertes am letzten Sonntag in der Ignatz-Bubis-Aula der Musikschule, wussten am Schluss der Veranstaltung nicht mehr, wie sie ihrer Begeisterung noch mehr Ausdruck verleihen sollten. Gänsehaut pur, Standing Ovations und der unbedingte Wunsch nach einer Zugabe beendeten einen fantastischen Konzertnachmittag. Die Musikschule lud ein zu einem Crossover-Konzert, dass in zwei Stunden Spielzeit einen großen Querschnitt an musikalischen Leckerbissen bot. Beginnend mit einem Blockflöten Ensemble, welches sich der Pop-Musik und des Tangos annahm, über wunderschöne Beiträge auf der Violine, dargeboten von jungen Nachwuchskünstlern und natürlich auch der mehrfachen Jugend Musiziert Preisträgerin Melanie Mardiros, war jede Sparte bestens vertreten. Den Abschluss des ersten Programmteiles bildete ein schmissiges Stück von Ernst Mosch, gespielt auf dem Euphonium. Mitklatschen war vorprogrammiert. Im zweiten Teil konnte man Filmmusik von John Williams ebenso lauschen wie Songs von den Beatles, und eine besondere Bearbeitung eines Stückes des Renaissance Komponisten John Dowland. Jeweils interpretiert von Cello und klassischer Gitarre. Apropos Filmmusik. Eine Band um Gitarristin und Sängerin Tia Stolzenberger spielte Songs aus dem letztjährigen Hollywood Blockbuster „A star is born“, sowie in leicht veränderter Besetzung ein Stück von Sting. Neben dem Saxophon Quartett um Lothar Eirmbter gab es vor dem großen Finale noch zwei besondere Programmpunkte. 2 Schlagzeuge standen mitten im Publikum, und boten, während eines Drum Duettes von Moderator Michael Biewald mit seinem Schüler Mika Salecker, hautnah erlebbaren Stereoeffekt. Ein weiteres Highlight steuerte Finn Löcker zur Veranstaltung bei. Er saß vor einem Tisch, auf dem sich sein DJ-Werkzeug befand. Ein Laptop und ein Launchpad. Das Publikum konnte über eine Videoleinwand verfolgen, was Finn alles mit diesem Gerät anstellen musste, damit der Song Don´t let me down von den Chainsmokers in gewohnter Version aus den Lautsprechern kam. Aber der absolute Höhepunkt des Abends war das Crossover Projektorchester unter der Leitung von Thomas Krämer. Über 30 Musikerinnen und Musiker spielten zuerst den Disco Klassiker T.S.O.P., bei dem der Funke auf das Publikum sofort übersprang. Zu tanzen traute sich zwar niemand, aber man sah viele Beine und Köpfe im Takt mitwippen. Und selbst das war noch nicht das Ende der Überraschungen. Denn Thomas Krämer hatte noch ein zweites Stück vorbereitet. Eine instrumentale Version des Klassikers von Kenny Rogers „She believes in me“. Und wie durch Zufall kam heraus, dass sich im Orchester ein junger Musiker aus den Niederlanden „eingeschlichen“ hatte, der nicht nur sehr gut Gitarre spielen konnte, sondern auch wegen seiner Garderobe aus dem Rahmen fiel. Er war als einziger ziemlich bunt gekleidet. Nach einem kurzen, launigen Interview verständigte sich Thomas Krämer mit Lars Kuperus, so der Name des niederländischen Kollegen, den Kenny Rogers Song zu singen, allerdings in der niederländischen Version. Und was dann kam, verschlug allen Anwesenden den Atem. Denn die folgende Ballade wurde von Lars Kuperus so voller Kraft und Inbrunst interpretiert, dass tatsächlich nicht alle Augen in der Ignatz-Bubis-Aula trocken blieben. Mit perfekter Unterstützung des Orchesters gelang es Kuperus, so eine mitreißende und anrührige Version über die Bühnenrampe zu bringen, wie es sie in der Vergangenheit in der Musikschule nur ganz selten gegeben hat. Mit Standing Ovations, Beifallsstürmen und nach einer Zugabe wurde das Orchester und Lars Kuperus in den Sonntagabend entlassen. Es war das würdige Ende einer Veranstaltung, die, auch dank der perfekten technischen Unterstützung von Carlos Silva, bei allen Besuchern und Beteiligten in bester Erinnerung bleiben wird.

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Musikschule der Stadt Rheine

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